Die Temperaturen sinken, die Fischerei wird heiß!

Keine Frage, der Jahrhundertsommer 2018 mit Temperaturen über
30 Grad war keine gute Zeit, um mit einer Wathose an der Küste zu
fischen. Doch kaum gehen die Temperaturen etwas zurück, gehen
die Fänge drastisch hoch. Besonders an etwas trüben regnerischen
Tagen werden in letzter Zeit viele tolle Sommerfische gefangen.
Die erfolgreichsten Spots sind offene Küstenabschnitte mit tiefem
Wasser in der Nähe. Starker ablandiger Wind verbessert die
Erfolgsaussichten ebenfalls – er drückt das warme Oberflächenwasser
nach draußen und hält das im Wasser treibende Aalgras von den
Spots fern. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Werfen dann auch bei
starkem Wind kein Problem ist.

Interessanterweise werden viele Fische nicht in der Morgen- oder
Abenddämmerung gefangen, sondern mitten am Tag.
Häufig kommen Trupps von hungrigen Forellen nur für kurze Zeit an
einen kleinen Küstenabschnitt, um sich dort satt zu fressen.
Ist man zur richtigen Zeit vor Ort, kann man echte Sternstunden
erleben und innerhalb kurzer Zeit mehrere große starke
Sommerfische fangen. Kleine, natürlich gefärbte Garnelenmuster,
wie ein sandfarbener oder grauer X-Ray-Shrimp oder auch
Kleinfischimitationen, wie ein Baltic Candy werden dann meistens
vehement attackiert.

Natürlich ist die Nachtfischerei dennoch erfolgversprechend.
Bei ruhigem Wasser können an der Oberfläche geschlitterte schwarze
Muster, wie eine schwarze Zigarre oder ein Gurgler zu spektakulären
Attacken führen. Auch unter der Oberfläche geführte schwarze
Streamer werden gerne genommen.

Neben Forellen sind auch noch viele Hornhechte an der Küste;
allerdings oft in sehr kleinen Größen. Vereinzelt trifft man auch auf
Makrelen in Ufernähe. Die Dorsche machen sich nun eher rar,
und Meeräschen sind trotz des warmen Sommers fast komplett
ausgeblieben.