DAS JAHR BEGINNT SILBERN!

Die Wintermonate werden von vielen Küstenfischern oft unterschätzt.
Nun ist die Zeit, zu der die meisten großen silberblanken Überspringer
gefangen werden. Und das zeichnet sich auch im Moment wieder ab.
Täglich bekommen wir Fangmeldungen von großen blanken gut
konditionierten Fischen. Zusätzlich trifft man überall an der Küste auf
Trupps mit wohlgenährten Grönländern, von denen man oft mehrere
hintereinander fangen kann, bevor der Schwarm wieder
verschwunden ist. Auch einige dicke „Ostseesteelheads“ - ausgebüxte
Regenbogenforellen – wurden in letzter Zeit gefangen. Natürlich fängt
man nun auch Meerforellen, die gerade vom Laichen zurück sind.
Diese abgemagerten Absteiger sollte man am besten sofort schonend
zurücksetzen.

Die Erfolgsaussichten sind sowohl in den geschützten Förden als auch
an der offenen Küste relativ gut. Wer gezielt auf große blanke
Meerforellen fischen möchte, sollte lieber an der offenen Küste
fischen. Große schnell geführte Fliegen sind perfekt für große blanke
Meerforellen.

Der Winter ist die Zeit, in der die typischen bunten glitzernden
Küstenfliegen am ehesten ihre Existenzberechtigung haben. Besonders
die kleineren Forellen reagieren oft sehr aggressiv auf knallige Muster,
wie Polar Magnus oder Pattegrisen. Aber besonders bei klarem Wasser
führen große dezent gefärbte Fliegen, wie zum Beispiel die Isolde,
eher zu den wirklich großen Fischen.

Das Wetter spielt jetzt im Winter natürlich eine entscheidende Rolle.
Heftige Kälteeinbrüche machen die Fischerei oft nahezu aussichtslos.
Umgekehrt bringen ein paar mildere Tage häufig wahre Sternstunden
mit sich. Man muss sich nun auch nicht an der Küste in den Wind
stellen. Windgeschützte Abschnitte haben oft wärmeres Wasser und
ziehen somit die Fische an – und sie sind angenehmer für uns Angler.
Es sind nun auch meistens die wärmeren Stunden des Tages, die am
erfolgversprechendsten sind.